[Rezension] Dampfnudel- Blues von Rita Falk




Dampfnudel - Blues
- Rita Falk -
4/5 Sterne

dtv Verlag
Provinzkrimi
256 Seiten
Taschenbuch 9.95 €
ISBN: 978-3-423-21373-8

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Klappentext:
 
Der zweite Fall für den Eberhofer Franz

Gerade läuft’s für den Eberhofer Franz mit der Susi einwandfrei, sein heimischer Saustall ist so gut wie fertig eingerichtet, da überschlagen sich die Ereignisse in Niederkaltenkirchen: »Stirb, du Sau!« hat jemand mit roter Farbe an Realschulrektor Höpfls Eigenheim geschmiert, und kurz drauf liegt er auch noch tot auf den Gleisen! Selbstmord? Mord? Mal wieder Stress pur für den Franz …

Meine Meinung:

Gleich nach Winter- Kartoffel- Knödel wollte ich mehr von Franz, seinen inoffiziellen Ermittlungen und der Oma lesen.
 
Saukomisches Lesevergnügen.
 
"Stirb, Du Sau!" steht´s am Höpfl Haus, der Realschulrektor, den wohl niemand leiden kann. Natürlich wird Eberhofer gerufen und nimmt die Angelegenheit zu Protokoll, mehr kann und will er eigentlich nicht machen.
Als der Höpfl dann allerdings vom Zug überrollt wird kommen ihm Zweifel, ob das wirklich ein Selbstmord war. Und er ist nicht der Einzige, doch niemanden schert´s. Eberhofer ermittelt wieder inoffiziell, dann taucht auch noch eine Leiche mit der DNA vom Höpfl auf und macht den Fall noch verwirrender.
Was hat der Höpfl da bloß angestellt?

Als hätte er nicht so schon genug um de Ohren gibt's Streit mit der Susi, die ihm darauf hin die kalte Schulter zeigt und dann lieber allein nach Italien reißt und nicht nur Erholung zu finden scheint.

Eberhofer wie man ihn kennt, grantig, starköpfig, der Oma ergeben und doch liebenswert auf seine eigne verschrobene Weise. Ich mag seine sture Art, wie er trotz Verbot von oberster Stelle immer weiter ermittelt und die Leute vor den Kopf stößt.
Seine Intuition trügt ihn auch diesmal nicht und so deckt er unglaubliche Fakten auf. Was die Lebenden doch so alles vor ihren Mitmenschen verbergen, da ist man dann doch erstaunt, wenn´s im Tode ans Licht kommt.
 
Natürlich darf auch Ex- Kollege Rudi nicht fehlen, der sich gern unaufgefordert an den Fall ran hängt. Apropo Ex, die Susi zeigt dem Franz die kalte Schulter und der versteht natürlich nicht was er falsch gemacht hat ( Ich als Frau schon :) ! ) und spielt den Beleidigten.
Doch steckt vielleicht doch mehr hinter seinem Techtelmechtel mit der Susi, als er zugeben mag? Und merkt der Sturnischel es viel zu spät?
 
Interessante Fallentwicklung, gepaart mit zwischenmenschlichen Beziehungskrisen im Hause Eberhofer. Charaktere, die man zu kennen glaubt, gnadenlos ehrlich und direkt und zum Schreien komisch. Ich freu mich auf den nächsten Band mit Franz.

Autorenporträt:

Rita Falk, Jahrgang 1964, geboren in Oberammergau, lebt noch immer in ihrer bayrischen Heimat und ist Mutter von drei erwachsenen Kindern. Sie hat sich mit ihrer Provinzkrimiserie um den Dorfpolizisten Franz Eberhofer sowie den Romanen ›Hannes‹ und ›Funkenflieger‹ in die Herzen ihrer Leser geschrieben.

Von sich selber sagt die Autorin, dass sie die schönste Zeit ihres Lebens in Oberbayern verbracht hat, wo sie bei der Oma aufwuchs. Dem ihr so vertrauten Landstrich ist Rita Falk auch als Erwachsene treu geblieben. Sie ist Mutter von drei Kindern, lebt in München und hat in weiser Voraussicht damals einen Polizeibeamten geheiratet.

Die Kindheitserfahrungen sind der Schatz, aus dem Rita Falk als Schriftstellerin schöpft. In ihrem Franz-Eberhofer-Krimi bildet ein bayerisches Dorf den Mittelpunkt des Geschehens. Keine Frage, dass es Rita Falk exzellent gelingt, dieses Bild authentisch in Szene zu setzen. Vor allen Dingen die kleinen und großen Schwächen der Menschen sind es, die sie ihren Lesern kenntnisreich und mit einer gehörigen Portion bissigem Humor serviert. Sie hat ihrem Protagonisten, dem Dorfgendarmen Franz Eberhofer, einen original bayerischen Ton auf den Leib geschrieben, der hart, aber herzlich ist. Der Franz sagt halt, was er denkt.

Rita Falk ist sich also beim Schreiben treu geblieben. Ihre eigenen biografischen Wurzeln liefern den Grundstock für amüsante und geistreiche Unterhaltung der besten Lesart. Es bleibt weiterhin spannend - sicherlich wird sie noch viel von sich reden machen, mit ihren Geschichten von »dahoam«.
Mit ›Hannes‹ und dem ›Funkenflieger‹ zeigt sie sich von einer neuen, überraschenden Seite, indem sie wahrhaftige, universelle Geschichten erzählt, die niemanden ungerührt lassen.
( Quelle Verlagsseite dtv )

 

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