[Rezension] Frauenzwinger von Brett Williams



Frauenzwinger
- Brett Williams -
5/5 Sterne

Festa Verlag
Festa Extrem Band
384 Seiten
Privatdruck ohne ISBN
Taschenbuch 12.80 €


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Klappentext:
 
Erika wollte nur einen Hund kaufen.
 
Sie fuhr durch die Wälder von Missouri, zu der abgelegenen Farm von Onkel Levi und seiner verdorbenen Sippschaft.
 
 
Jetzt sitzt sie selbst im Zwinger...
 
Meine Meinung:
 
Grausame Zucht!
 
Erika wollte eine Hündin. Ein Yorkshire Terrier musste es unbedingt sein, natürlich ein Weibchen und am besten sofort.
Nachdem sie in der Zoohandlung und Tierheimen weniger erfolgreich war durchstöbert sie die Zeitungen und wird fündig.
Schon als sie auf dem Hof von Levi ankommt, der von der Außenwelt total abgeschottet ist, überkommt sie ein schrecklich unheimliches Gefühl. Hätte sie diesem Fluchtgedanken nur zugelassen, ihr wäre soviel erspart geblieben!
 
Der Wunsch nach dem Welpen besiegt die Vernunft und sie lässt sich herum führen und auch nebenbei noch aushorchen, ob jemand weiß wo sie ist, was natürlich nicht der Fall ist. Wie naiv kann man denn bitteschön sein?
Onkel Levi ergreift mit seinen Söhnen die Gelegenheit und überwältigt sie. Ehe sie sich's versieht findet sie sich geknebelt auf dem Oberboden einer Scheune in einem Zwinger wieder. Um sie herum noch zwei weitere mit Frauen, eine hochschwanger.

Die Hitze, der Gestank der Hunde im unteren Bereich und deren Lärm, der immerwährende Hunger, sind die kleinsten Sorgen.
Was die Männer mit den Frauen anstellen und nun auch Erika am eigenen Leibe erfahren muss ist grausam, brutal, pervers und absolut ekelerregend.
Auf diesem Scheunenboden passieren wirklich die schlimmsten und menschenunwürdigsten Dinge, Vergewaltigung ist da bei weitem noch das harmloseste. Da kommt einem der Tod gar nicht mehr so schlimm vor, verspricht er doch Erlösung von der Hölle auf Erden.
Erikas ergreift eine Gelegenheit ihre Rachegelüste voll und ganz um zusetzten, doch wie weit wird sie damit kommen?

Levi und seine Sippschaft sind so verdorbene Hinterwäldler, absolut berechnend ( bis auf Bub, den Deppen des Hauses), kaltherzig und fern jeder Realität, mit einer echt fragwürdigen Einstellung von Moral und Recht. Eben die Art Familie, die einem in Horrorfilmen schon die Nackenhaare aufstellen lassen und um die man freiwillig einen großen Bogen macht!

Das Buch lässt sich angenehm lesen, ich mochte es nicht mehr aus der Hand legen, auch wenn es zum Ende hin spannungstechnisch etwas abflachte finde ich die Geschichte ganz stimmig und gelungen, die Charakter gut ausgearbeitet und ihre Handlungen "nachvollziehbar".

Wie es hier im geplanten zweiten Teil weiter gehen soll frag ich mich allerdings schon, denn jedenfalls für mich gibt es da nicht noch mehr Stoff rauszuholen. Lassen wir uns von Brett Williams eines besseren belehren.
 


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