[Rezension] Bob, der Streuner von James Bowen



Bob, der Streuner:
Die Katze, die mein Leben veränderte
- James Bowen -
3/5 Sterne

Bastei Lübbe
257 Seiten
Kindle Ausgabe 6.99 €
Taschenbuch 8.99 €
ISBN: 978-3-406-0693-1

Kaufen?




Klappentext:
 
Das Leben meint es nicht gut mit James Bowen: Der Obdachlosigkeit entkommen, schlägt er sich als Straßenmusiker durch.
Als er eines Abends einen abgemagerten, streunenden Kater vor seiner Tür findet, scheint er sein tierisches Ebenbild zu treffen. Und mehr noch: Während er den Streuner aufpäppelt, entwickelt sich eine besondere Freundschaft. Der Kater Bob will nämlich keineswegs zurück in die Freiheit.
So, wie James dem Kater Bob seine Lebenskraft zurückgibt, so füllt das samtpfötige Wesen James Leben wieder mit Sinn - und jeder Menge witziger Anekdoten.
Mittlerweile sind James und Bob weltbekannt, ihre Geschichte hat bereits Millionen Leser gerührt. Nur selten wird die Beziehung zwischen Mensch und Katze so charmant beschrieben wie in "Bob der Streuner".
 
Meine Meinung:
 
Tierische Freundschaft.
 
James Bowen erzählt uns, wie ein kleiner, eigensinniger Kater sein auf den Kopf stellt und langsam alles zum Besten wendet.
 
Eine rührende Geschichte, die vor allem wohl den Katzenbesitzern oder - Liebhabern unter uns im Gedächtnis bleibt und auch schon mal das Herz berührt.
Was die Liebe zu einer Samtpfote so alles ins Rollen bringt und was man als "Gegenleistung" erhält.
 
Es ist eine besondere Freundschaft die Bob und James verbindet. Die beiden scheinen sich wirklich gesucht und gefunden zu haben.
Ich habe mich während des Lesens über jeden kleinen Erfolg der beiden mit gefreut. Die kleinen Forstschritte im Entzug, aber auch in der Gesellschaft.
 
Ich kann gut verstehen, wie Bob die Menschen verzaubert und das Beste von ihnen zum Vorschein bringt. Auch wenn ich der Meinung bin, das die zahlreichen Bewunderer Bobs, die ihn mit Geschenken nur so überhäufen auch mal an James hätten denken können! ;)
Ich mein für Bob wurden so viele Schals gestrickt und gehäkelt, warum hat das denn niemand für James getan? Ist doch echt ungerecht, auch wenn es ich bestimmt nicht gestört hat.
 
Die Ungerechtigkeiten und der Neid mancher Leute machen mich echt wütend! Welche Unannehmlichkeiten dies für James und Bob alles nach sich zog, ohne das die Verursacher dafür zur Rechenschaft gezogen wurden oder sich überhaupt Gedanken über ihre Taten zu machen schienen. Das stimmte mich echt nachdenklich, ist unsre Gesellschaft so abgestumpft geworden? Wie kann man nur so versessen darauf sein, jemand anderem Schaden zuzufügen?
 
Umso mehr freue ich mich über die "Freundschaft" der beiden und diese besondere Verbindung, die sie jeden Tag aufs neue miteinander erleben dürfen.
Jedem Tier in Not sollte solch ein aufopfernder James begegnen!
 
Autorenporträt:
 
James Bowen, geboren im März 1979 in Surrey, ist ein ehemaliger Straßenmusiker aus der Nähe von London. Lange Zeit hielt James sich leidlich mit Musik und dem Verkauf der englischen Obdachlosenzeitschrift „The Big Issue“ über Wasser.

Nach Jahren als Heroinsüchtiger und Obdachloser hatte er gerade die ersten, noch unsicheren Schritte in ein normales Leben getan, lebte aber immernoch von der Hand in den Mund, Zukunftsperspektiven gab es für ihn kaum.
Doch das ändert sich, als James Bowen 2007 vor seiner Sozialwohnung in Tottenham einen kranken Kater findet. James nimmt den streunenden Kater bei sich auf, zahlt von seinem letzten Geld die Tierarztkosten und pflegt das Tier gesund. Schon bald weicht Bob, wie James den Kater tauft, nicht mehr von seiner Seite. Sogar bis in den Bus und auf die Straßen der Großstadt London begleitet der Kater seinen neuen Freund.
Das ungleiche Paar sorgt selbst in einer Stadt wie London für Aufsehen und so dauert es nicht lange, bis die beiden Freunde eine stadtbekannte Attraktion auf den Straßen der englischen Hauptstadt werden. Auch Zeitungen und Verlage werden auf James Bowen aufmerksam und so entwickelt sich aus den schweren Zeiten eine Erfolgsstory.

Heute leben James Bowen und Bob in einer bescheidenen Dreizimmer Eigentumswohnung. Bobs Herrchen setzt ihre gemeinsame Berühmtheit dazu ein, auch weiterhin denen zu helfen, die Hilfe nötig haben – Obdachlose und andere sozial Benachteiligte.


Weitere Bücher des Autors:

- Bob und wie er die Welt sieht: Neue Abenteuer mit dem Streuner ( mit Ursula Mensah )
- Alle lieben Bob: Neue Geschichten vom Streuner ( mit Ursula Mensah )
- Ein Geschenk von Bob: Ein Wintermärchen mit dem Streuner
- Bob, der Streuner - Das ist meine Geschichte ( mit Gerald Kelley )


Kommentare

Beliebte Posts aus diesem Blog

[Rezension] Goldener Schuss von Stefan Schweizer

[Rezension] Poldark - Von Anbeginn des Tages ( Poldark Saga 2 ) von Winston Graham

[Rezension] Der Henker von Bad Berging von Katja Hirschel