[Rezension] Der Teufel im Glas von Natalie Mesensky



Der Teufel im Glas
- Natalie Mesensky -
4/5 Sterne

Gmeiner Verlag
Kriminalroman
280 Seiten
Taschenbuch 9.99 €
ISBN 978-3-8392-1915-7

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Klappentext:
 
Verteufelt.  Wien. In der Michaelergruft wird die Leiche eines Priesters gefunden. Erschlagen und auf dem Boden festgenagelt. Gibt es eine Verbindung zu dem Geistlichen, dessen Leiche die Archäologin Anna Grass kurz zuvor in einem mittelalterlichen Grab entdeckt hat? Major Paul Kandler glaubt nicht daran, doch Annas Bauchgefühl sagt ihr, dass Professor Kolma, ein prominenter Wiener Psychiater, etwas mit den Morden zu tun hat. Couragiert folgt sie ihrer Ahnung und kommt einem dunklen Geheimnis auf die Spur ...
 
Ein ebenso fundierter wie spannend erzählter Krimi über die Macht des Aberglaubens.
 
Meine Meinung:
 
Ein packender Krimi, mit meinem liebsten Thema : Mord und Religion.
 
Das Cover finde ich wunderschön, spiegelt es doch gleich die Stimmung des Buches wieder. Der Titel ist sehr gut gewählt, wie man beim Lesen erfährt. Passender hätte dieser nicht sein können.
 
Ich habe den ersten Teil um die Archäologin Anna Grass leider noch nicht gelesen, doch nun steht er definitiv auf meiner Wunschliste!
Auch ohne ihn gelesen zu haben, kommt man gut in die Geschichte rein, die sich locker und zügig lesen lässt und schnell Fahrt aufnimmt.
Ich hatte auch nicht das Gefühl, das mir Wissen aus dem ersten band fehlt, nur haben mich die Anspielungen auf diesen sehr neugierig gemacht.
 
Wie der Klappentext ja unweigerlich schon verrät, fallen einem mysteriösem Täter Priester zum Opfer, deren Leichen auf symbolische Weise platziert werden. Doch hat das alles einen religiösen Hintergrund oder stecken andere Gründe dahinter?
 
Major Paul Kandler und sein Kollege ermitteln, aber auch Anna hat ein Bauchgefühl, von dem aber niemand wissen will. Wie nah sie der Wahrheit kommt ist schnell klar, doch auch die Polizisten tappen nicht ganz im Dunkeln.
 
Ein fesselnder Kriminalroman mit sympathischen, teils sehr eigenwilligen, originellen Charakteren, die man schnell ins Herz schließt.
Alles trotz dem Ernst der Lage mit einer Prise Humor, die mir sehr gefallen hat. So zum Beispiel Annas Begegnung mit ihrer alten Ballettlehrerin und der Erkenntnis, wer ihr Sohn ist und das sich nach all den Jahren nix geändert hat.
Anna ist eine sehr chaotische Protagonistin, die sich ihren Ängsten stellt und auf ihr Bauchgefühl vertraut.

Die Mischung aus Ermittlungen und kalten Fakten, sowie der religiösen Seite, die mit rein spielt, fand ich sehr gelungen und interessant!

Die Spannung nimmt stetig zu und zum Ende hin überschlagen sich die Ereignisse noch einmal komplett. Eine sehr gelungene Auflösung, die auch mich mit einem zufriedenem Gefühl entließ, keine bohrenden offenen Fragen.

Nun heißt es Wissenslücken auffüllen und Teil 1 nachholen!
 
 Autorenporträt:
 
Natalie Mesensky wurde 1964 in Wien geboren. Nach der Matura in der Klosterschule inskribierte sie Biologie an der Universität Wien. 1988 war sie Teil des archäologischen Grabungsteams, das in der Wachau die älteste Venusstatuette der Welt fand, die Venus vom Galgenberg. Auf dieses Schlüsselerlebnis folgte der Umstieg auf das Studium der Ur- und Frühgeschichte.

Die Autorin war aktives Mitglied der Arbeitsgemeinschaft für Experimentelle Archäologie, arbeitete viele Jahre für Museen, auf archäologischen Ausgrabungen und publizierte wissenschaftliche Arbeiten. Nach der Gründung eines Büros für Öffentlichkeitsarbeit begann der Wechsel in die Softwarebranche.

Heute lebt sie im Salzkammergut.
( Quelle krimiautoren.at )

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