[Rezension] Die Salbenmacherin und der Bettelknabe von Silvia Stolzenburg


 

Die Salbenmacherin und der Bettelknabe
- Silvia Stolzenburg -
5/5 Sterne
 
Gmeiner Verlag
Historischer Roman
406 Seiten
Gebundene Ausgabe 14.99 €
ISBN 978-3-8392-1910-2
 







Klappentext:
 
Falsche Freunde  Der elfjährige Waisenjunge Jona ist ein Bettler. Ein Bettler und ein Dieb. Als er im Februar 1409 in Nürnberg ankommt, ist sein Leben kaum mehr einen Pfifferling wert. Es ist eiskalt, und er ist nur noch Haut und Knochen. Jona kann sein Glück kaum fassen, als ihm ein reicher Städter etwas zu essen und ein Lager für die Nacht anbietet. Allerdings fordert dieser dafür eine, wie er sagt, harmlose Gegenleistung. Jona willigt ein. Und gerät damit in einen Strudel aus Täuschung und Gewalt, in den schon bald auch die Salbenmacherin Olivera hineingezogen wird, die den Bettelknaben halb tot geschlagen in ihrem Hinterhof findet …

Zum Inhalt:
 
Jona hat es nicht leicht als Bettelknabe, ständig ein Kampf ums Überleben und ja nicht den falschen Leuten in die Arme laufen!
Für eine warme Mahlzeit und einen Schlafplatz vertraut er dem Falschen und bezahlt dafür fast mit seinem Leben...
 
Totgeglaubt findet ihn die Salbenmacherin Olivera und macht es sich zur Aufgabe ihm zu helfen. Noch ahnt sie nicht das der Mensch, der dem Jungen dies antat auch sie beobachtet.
Er kennt sie, er will Rache, er trachtet nach ihrem Leben.
 
Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, denn nicht nur Olivera ist in Lebensgefahr. In Nürnberg gibt es auch allerhand Verschwörungen und Intrigen, die Unschuldigen nach dem Leben trachten.
 
Meine Meinung:
 
Ein Roman der sehr schnell an Fahrt aufnimmt, schon der Prolog reißt einen mit und lässt uns nicht los.
 
Durch die anschaulichen Beschreibungen Nürnbergs um 1400 und den Gewändern der Menschen sieht man alles klar vor sich und taucht schnell ein in diese vergangene Zeit, mit all ihren Sitten und Aberglauben, ihren Annehmlichkeiten für die, die es sich leisten können und dem blanken Überlebenskampf der Armen.
Ich fand es interessant zu lesen, welche Mittelchen so alles Anwendung fanden, auch die Beschreibungen einiger Pflanzen und deren Wirkungsweisen passten perfekt in die Geschichte hinein.
 
Schon durch den Prolog wird man in die richtige Stimmung gebracht und ist gleich voll dabei, jedenfalls erging es mir so.
Man verfolgt Jona auf seinem Weg, der alles andere als leicht ist und freut sich darüber, als er einen Freund findet. Als die beiden dann in die Falle tappen, hofft man inständig die Sache möge gut ausgehen, auch wenn man selbst nicht daran glaubt.
Ich habe gespannt mit gerätselt, was es wohl mit dem "Ritual" auf sich hat, welches erst irgendwie einer Teufelsanbetung gleicht und an der Prolog erinnert. Das macht alles noch viel geheimnisvoller!
 
Als Jona bei Olivera landet, bringt er somit unfreiwillig und unwissend ihren größten Feind in ihre Nähe. Jemanden der so voller Hass ist und ihr nach dem Leben trachtet.
Er selbst leidet unter panischer Angst vor dem Fremden und ahnt nicht, das dieser nicht nur ihn im Auge hat.
 
Gebannt verfolgen wir das Auflauern des Bösen und bangen um das Leben Oliveras, die von ihrer Vergangenheit eingeholt wird.
Nur Jona hat etwas gesehen, doch scheint ihm niemand vollen Glauben zu schenken.
Zu sehr sind die Leute mit den grausamen Morden in Nürnberg und den schlimmen Anschuldigungen beschäftigt.
 
Ein historischer Roman, den ich nur weiter empfehlen kann, konnte ich ihn doch nicht mehr aus der Hand legen!
Gleich habe ich mir " Die Salbenmacherin" der Autorin bestellt, den ersten Band, indem es um Oliveras Vorgeschichte in Konstantinopel geht. Ich bin schon ganz gespannt und hoffe bald Zeit dafür zu finden, wieder in diese Welt eintauchen zu können und liebgewonnene Charaktere aufs neue zu begrüßen.
 

Autorenporträt:
 
Silvia Stolzenburg studierte Germanistik und Anglistik an der Universität Tübingen. Im Jahr 2006 promovierte sie dort über zeitgenössische Bestseller.
Kurz darauf machte sie sich an die Arbeit an ihrem ersten historischen Roman. Seit Anfang 2016 widmet sie sich ganz dem Schreiben. Sie lebt mit ihrem Mann auf der Schwäbischen Alb, fährt leidenschaftlich Rennrad, gräbt in Museen und Archiven oder kraxelt auf steilen Burgfelsen herum – immer in der Hoffnung, etwas Spannendes zu entdecken.
( Quelle Gmeiner Verlag Autorenprofil )
 
Weitere Bücher der Autorin:
 
- Die Salbenmacherin ( 2015 )
 

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