[Rezension] Goldener Schuss von Stefan Schweizer


 

 
Goldener Schuss
- Stefan Schweizer -
4/5 Sterne
 
Gmeiner Verlag
Oberschwaben - Krimi
312 Seiten
Ebook 9.99 €
Taschenbuch 11.99 €
ISBN 978-3-8392-1688-0
 





Klappentext:
 
Überdosis  
Privatdetektiv Enzo Denz erhält von dem türkischen Unternehmer Mehmet Gül den Auftrag, dessen untergetauchte Tochter zu suchen. Er findet Canan in der Ravensburger Szenekneipe ›Räuberpistole‹. Aber sie ist tot! Gestorben an einem »Goldenen Schuss«. Für Denz weisen alle Indizien auf Mord hin. Ein Abgrund aus Drogen- und Menschenhandel tut sich auf ...
 
Privatdetektiv Enzo Denz ermittelt im Rocker - Milieu vom Allgäu bis an den Bodensee.
 
Höchstspannung - packend und abgründig!
 
Zum Inhalt:
 
Gemeinsam mit Enzo Denz gehen wir dem "Mord" an Canan auf die Spur. Nur er allein glaubt an einen Mord, alle gehen vom Goldenen Schuss aus. Jemand versucht die Spuren zu verwischen und Enzo zu drohen.
Doch er bleibt hartnäckig, auch als die Drahtzieher nicht  vor Gewalt und versuchten Mordes zurück schrecken!
 

Meine Meinung:
 
Enzo Denz ist ein sympathischer Dreißiger mit großer Liebe zum Hip Hop, Bier und andren Substanzen. Ein sehr eigenwilliger Privatdetektiv, der es auch mit den gesetzlichen Grundlagen eher etwas lockerer sieht, wenn es ihm dienlich ist einen Fall aufzuklären.
Er hat ein sehr gutes Gespür, wenn eine Sache zum Himmel stinkt, wie der "Selbstmord" durch den Goldenen Schuss von Canan, der Tochter eines türkischen Unternehmers. Also ermittelt er auf eigene Faust weiter, denn er selbst ist fest von einem Mord überzeugt.
 
Seine Nachforschungen führen ihn ins Rotlichtmilieu und lassen Drogengeschäfte auf höchster Ebene erahnen. Die Ermittlungen sind einigen einflussreichen Leuten ein Dorn im Auge und so stößt er schnell auf Widerstand, den er auch körperlich arg zu spüren bekommt.
Jeder andere würde einknicken, doch Enzo ist stur, auch wenn er erkennt das die Sache wahrscheinlich eine Nummer zu groß für ihn ist, beißt er sich fest, um der Gerechtigkeit genüge zu tun.
 
Enzo besitzt einen unfassbar starken Willen, der beneidenswert ist! Mit Spannung habe ich jeden seiner Schritte verfolgt und war sprachlos über seine Standfestigkeit, bedenkt man was ihm alles widerfährt während der Aufklärung.
Auch wenn ich seinen Konsum verschiedener Substanzen nicht wirklich gut heißen kann, passt es perfekt zu seiner Person.
Man muss ihn einfach mögen, schon vor allem seines losen Mundwerks zuliebe. Immer einen flotten Spruch auf Lager, seine Vergleiche sind zum niederknien komisch und werden mir noch ein Weilchen ein Lächeln ins Gesicht zaubern!
 
Ein rundum gelungener Krimi, der eigentlich keine Wünsche offen lässt. Man kommt schnell in die Geschichte rein und rätselt mit Enzo nach dem Warum. Doch mit diesem Ende habe ich so nicht gerechnet, auch wenn es einige Andeutungen gegeben hat. Wie sehr man sich doch in den Menschen täuschen kann und sich nur zu schnell auf die offensichtlichen Bösewichte einschießt.
 
Na, neugierig geworden? Dann nix wie los, gemeinsam ermitteln!
Ich bin gespannt, ob und wann ein nächster Fall auf Enzo und uns wartet.
 
Autorenporträt:
 
Stefan Schweizer wurde in Ravensburg geboren. Kindheit und Jugend verbrachte er in Stuttgart und in Pittsburgh/USA. Bis heute unternimmt er gerne Reisen in fremde Länder.
 
Nach der Promotion und dem Zweiten Staatsexamen arbeitet er seit 2004 im Bildungswesen. 2013 zog es ihn mit seiner Familie für ein weiteres Jahr in die USA.
 
Er ist Autor von zahlreichen Monografien und Aufsätzen zu den Themen Terrorismus, Literatur und Kulturwissenschaft. Seit 2012 veröffentlicht er Kriminalromane.
 
Weitere Veröffentlichungen des Autors:
 
- Rote Armee Fraktion Ideologie und Strategie im Wandel: Eine Analyse der RAF von 1970 bis 1992 ( 2009 )
 
- Staatstheorien der Aufklärung: Theorien der Demokratie und Gesellschaftsanalyse ( 2009 )
 
- Berlin Gangstas ( 2016 )
 

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